Edith Dekyndt, The Buried Giant (version 06), 2018, fabric on wooden frame, framed, 100 x 70 x 5 cm, framed: 116 x 86 x 9 cm. Courtesy the artist, Galerie Konrad Fischer, Düsseldorf/Berlin and Christine König Galerie, Vienna
Artists
Magda Csutak, Thomas Lehnerer, Mircea Nicolae, Lia Perjovschi, Tomas Schmit, Edith Dekyndt, Thom Barth
Press release
curated_by Friedemann Malsch
Das Ende des Kalten Krieges hat nicht nur die bipolare Weltordnung verschwinden lassen. Auch Gewissheiten und Verbindlichkeiten sind seither kleiner geworden oder ganz verschwunden. Die Verbindlichkeit intersubjektiven Wissens parzelliert sich inzwischen in unzählige voluntaristische Wissenswelten, die miteinander konkurrieren. Pandemie, Terror und Krieg, Klimawandel und Künstliche Intelligenz haben die neue Unübersichtlichkeit und Unsicherheit weiter verstärkt. Das Post-Faktische und die zunehmende Virtualisierung der Lebenswelten verlangen deshalb immer dringlicher nach der Frage, welche Rolle Wahrnehmung und Wissen für das Verständnis der Welt, d.h. für die Konstruktion von Wirklichkeit, heute spielen.